• Florian Hahn

Portrait Tipps

Es gibt unzählige Websites, Bücher, Foren, Kurse, Webinare usw. für jegliche Bereiche in der Fotografie. Jeder erzählt dir, er ist derjenige der zu 100% weiß wie man bessere Fotos macht. Ich behaupte das nicht über mich, es vergeht kein Tag wo ich nicht selber neues lerne, herausfinde wie es einfacher geht, oder einfach was ausprobiere ob es überhaupt funktioniert. Diese Tipps sollen für dich eine kleine Einführung sein, eine Hilfestellung damit man vielleicht bereits gelerntes, einfacher ausführen kann.


Kamera mit Blitz

Tipp # 1:

Benutze nie und damit meine ich NIE den eingebauten Blitz deiner Kamera!! Bzw. wirklich nur dann wenn es unausweichlich ist. Der eingebaute Blitz ist eine kleine Lichtquelle und diese erzeugt "hartes Licht". Wenn dieses harte Licht dann auch noch genau knapp über dem Objektiv sitzt, wirft das Licht am Motiv harte Schatten, und diese wollen wir im Normalfall wirklich nicht. (Über entfesseltes Blitzen reden wir ein anderes mal) Also Finger weg vom eingebauten Blitz.








Zimmer

Tipp # 2:

Du hast und brauchst nicht unbedingt ein Studio mit Equipment um Portrait Aufnahmen zu machen. Künstliches Licht in Zimmern, (also Glühbirnen 💡) schmeicheln der Haut nicht gerade. Besser du nimmst eine natürliche Lichtquelle, z.B. an einem bewölkten Tag ist das Licht das durch das Fenster scheint weich und diffus. Positioniere dein Model neben einem Fenster, damit das Licht in einem vorteilhaften Winkel auf das Gesicht fällt. Mit wenig Aufwand kannst du natürliche Portraits zaubern, ohne auch nur einen Fuß in ein Studio zu setzen.








Objektiv

Tipp # 3:

Probiere auch mal was unkonventionelles, soll heißen man benötigt nicht unbedingt ein 50 mm, 85 mm, oder sonstige Brennweite um Portraits zu fotografieren. Nimm das Objektiv das du hast und probier was dabei herauskommt, gut ich gebe zu wenn dein einziges Objektiv ein 24 mm Weitwinkelobjektiv ist, wird es wahrscheinlich schwierig werden, aber selbst damit kann man, wenn es denn gewollt ist, coole Aufnahmen zaubern.











Kamera

Tipp # 4:

Die beste Kamera ist die, die du gerade dabei hast. Ja genau du hast richtig gehört, du brauchst nicht ein teures Equipment um bessere Fotos zu machen. Eine teure Kamera macht nicht automatisch schönere oder bessere Bilder. Es kommt immer auf die 30 cm hinter der Kamera an, nämlich auf dich. Keine Kamera der Welt, auch nicht die teuerste, wird es dir abnehmen DEINE Bilder zu gestalten und zu entwerfen wie du es dir vorstellst.





RAW-Format

Tipp # 5:

Egal was du tust, fotografiere immer im RAW-Format, wie du das einstellst steht in der Betriebsanleitung deiner Kamera. Wie der Name schon sagt ist dies das Roh Material, und ohne entsprechenden RAW-Konverter kannst du das Bildmaterial nicht betrachten, diese Konverter gibt es allerdings bereits in Hülle und Fülle, als gratis Software bei fast sämtlichen Kamera Herstellern, oder im Internet. Der Vorteil liegt allerdings in den gespeicherten Bildinformationen, hier ist der Spielraum für die Bildbearbeitung bei weitem größer als im jpg Format da dies bereits eine von der Kamera bearbeitete komprimierte Datei ist.


Tipp # 6:

Versuche so weit als möglich, nicht im Automatikmodus zu fotografieren, da du so nie die wirkliche Kontrolle über deine Bildgestaltung hast. Die Kamerasoftware versucht immer in jeder Situation die korrekte Belichtung des Fotos darzustellen, auch wenn du das vielleicht gar nicht in dieser Einstellung so wolltest. (z.B. bei Low- oder High-Key) Viel mehr beschränke dich entweder auf den Manuellen Modus, hier hast du jede Einstellung selbst zu treffen, Belichtungszeit, ISO, Blende, oder nimm dir zum Anfang die Blendenautomatik oder die Zeitautomatik zur Hilfe, die eine steuert wie der Name schon sagt die Blende, hier kann ich die Belichtungszeit einstellen, die andere die Belichtungsdauer, hier kann man die Blende einstellen.


Tipp # 7:

Fotografiere mal ohne Kamera?! Trainiere deine Achtsamkeit in deiner Umgebung, soll heißen auf deinem alltäglichen Arbeitsweg z.B., was fällt dir an Kleinigkeiten auf die du sonst vielleicht nie beachtest? Geh vielleicht mal einen anderen Weg zum Bus, auch wenn der vielleicht 10 Minuten länger dauert. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben die wir tagtäglich übersehen, die es aber wert sind festgehalten zu werden, und du wirst sehen wie sehr das die Wahrnehmung und das Auge schult.



Tipp # 8:

Achte auf deinen Schärfe Focus. Was ich damit meine? Das Bild links vom Text ist ein Beispiel bei dem ich mich heute noch ärgere da hier der Focus nicht wie von mir gewünscht war am Auge liegt sondern leider etwas daneben, was zur folge hat das in den Augen eine leichte Unschärfe zu erkennen ist, dennoch ist es einer meiner Lieblings Bilder. Nicht jedes Foto gelingt dir immer perfekt, vieles kann man sogar mit der Bildbearbeitung später noch ausbessern, aber trotzdem hat es schon beim Fotografieren oberste Priorität, dass alles soweit korrekt Belichtet wird und die Schärfe sitzt. Denn was du beim Shooting richtig machst sparst du dir danach.


Tipp # 9:

Lieber in Objektive als in den Kamerabody investieren, da hochwertige Objektive einen wirklichen Einfluss auf die Qualität der Bilder nehmen. Also wenn du vor der Entscheidung stehst ob du ein neues Objektiv oder eine neue Kamera kaufst, klar den Fokus auf das Objektiv richten, da du hier mehr Nutzen daraus ziehen wirst.


Tipp # 10:

Welche Objektive gibt es? Konzentrieren wir uns auf die drei gängigsten Arten:

Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive. Objektive mit kurzer Brennweite (18, 24 usw.) werden Weitwinkelobjektive genannt, weil diese ein sehr weitwinkliges Blickfeld durch die Kamera ermöglichen, also sprich man sieht mehr wenn man durch die Kamera blickt. Bei 50 mm ist die Rede von einem Normalobjektiv, diese eignen sich besonders gut für Portrait Aufnahmen. Über 50 mm sind es Teleobjektive, mit diesen kannst du das Geschehen nah an dich heranholen. Meine Empfehlung liegt hier, egal für welche Brennweite man sich entscheidet klar bei Festbrennweiten. Diese sind in der Regel Lichtstärker und erlauben mit einer offeneren Blende zu fotografieren, und gerade bei Portrait ist eine offene Blende (z.B. 1.8) für ein schönes Bokeh erheblich.

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